Paradoxe Beziehungen
Hochglanzlack, glatte Oberfläche in Schwarz.
Das erste Diptychon aus der Serie „Verzerrung der Realität“
Zwei sichtlich zueinander Passende, die im Einzelnen mehr glänzen und funktionieren als im wortwörtlichen zu einander geführten Moment. Zwei sich Ergänzende, die sich ähnlicher miteinander und ferner sich selbst sind als sichtlich ist. Sichtlich ist unteranderem die Verzerrung der direkten Umgebung. Durch Modulationen verzerrt sich der Raum, die Perspektiven und die Grenzen. Zwei sich Ergänzende, die einander ähnlicher und sich selbst fremder sind, als es auf den ersten Blick scheint.
Die aktuelle Serie „Verzerrung der Realität“ erforscht die Grenzen der Wahrnehmung durch den Einbezug der dritten Dimension und zwei kontrastierende Lack-Oberflächen, glatt und geshrivelt –
beide nehmen die Umgebung mit auf, doch auf völlig unterschiedliche Weise:
Die glatte Lack-Variante spiegelt die Umgebung direkt wider. Erstes Werk: Realität Oval, siehe mehr.
Eine hochglänzende Lack-Fläche, die die Realität verschiebt, Formen verzerrt und Perspektiven abhängig vom Blickwinkel bricht.
Die geshrivelte Lack-Variante hingegen verzerrt die Realität nicht nur durch Spiegelung, sondern durch ihre geshrivelte Struktur.
Das Wahrgenommen löst Formen aus ihrer gewohnten Ordnung, absorbiert Licht intensiver und fängt Farben sowie Stimmungen der Umgebung flüchtig ein – mehr Abstraktion als Abbild.



